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Sunday, December 18, 2011

Wir

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Sei es nun
oder nicht
von Angesicht zu Angesicht.
Erpicht darauf dich zu vergnügen,
deinem Blicke zu genügen.
Mich einmal zu spiegeln in deinen Augen
und mit diesem soll ich mich begnügen.

Überdrüssig der Träumerei –
die Wahrheit ist so schön an dir.
Alles rauscht an mir vorbei,
Erstarrt und ewig ist das Wir.
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Aeolus liebkost dein wirres Haar
Wie sich mir die Gedanken wirren
Wie sehr doch beneide ich, was dich berührt
Und begehre, einsam im Stillen.
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Liebe ist Neologismus

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Todesstille,
Lebenskuss.
Wie Orpheo
Auch so muss

Der versessen Liebende
Singen den ewigen Sehnsuchtsfluss!
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Dramatisierung

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„Liebst du mich?
-ich liebe dich“
Dann warst du weg

…wenn dann im staubigen Wind der Zeit
Erlöschen die Kerzen
Und nichts ist noch da
Um sie auszumerzen
Die Qualen und Schmerzen
Der verrottenden Herzen

…wenn dann die Wellen eines Bebens
Sich brechen an der Häuserwand
Und die Einsamen vergebens
Sich reichen einander die Hand

…und wenn sie Rücken an Rücken
Sich gegeneinander drücken
Und Ängste bedrücken
Die Wände erdrücken
Allen Mut, jede Hoffnung

Ein unregelmäßiges Pochen naht dann heran
Ist es das Herz, der Puls, der Tod nebenan?
Egal, so fühlt’s sich wohl an
Für den, der nicht mehr lächeln kann.
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1
Der Abend bricht an
Die Sonne wandert westwärts
Es heben die Winde an zu singen
Sachte durch der Trauerweiden Arme
Erzitternd die Blätter von dunklem Schmerz
Kälter die Ketten nun könnten nicht klirren
Die vor langer Zeit sich legten
Um mein ewig gebrochenes Herz.
Und jedes Alleinsein schlägt um
In sonderbare Verlassenheit.

2
Tiefblau der Himmel sich tönt
Sterne von Laternen verpönt
Ferne liegt die Seele, versöhnt
Mit allem an das man sich gewöhnt
Ferne liegt die Seele, fern
Man hat sie des Lebens entwöhnt.

3
Um sich greift ein grauer Schleier
Zarte Tröpfchen benetzen den Morgen
Leise durchs Ufer schreitet ein Reiher
Die Welt in seinen Augen verborgen
Bald weicht das Wasser dem städtischen Feuer
Dem Menschen ist doch nichts geheuer
Brennt alles nieder, was mir lieb und teuer.
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Misgönnt

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 Misgönnt ist ihm des Nachtes Ruh‘
Der Blick durchstreift ein Sternenmeer
Misgönnt ist alles immerzu
Er möcht nicht lieben, nimmermehr

Es zerrt an ihm des Todes Wille
Die Lichtlein nun zu seinen Füßen
Ein weiter Spiegel täuscht in Fülle
Die kalte Hand wird ihn begrüßen

So griff die Woge an den Hals
Das Auge quoll hervor
Und gelb die Iris leuchtet auf
Der Geist im Winde sich verlor
Misgönnt ward ihm sein letzter Schrei
Das Meer sich über ihn ergoss
Sein Leib verschlingend in Völlerei
Des Lebens Tor sich lautlos schloss.

Die Wogen singen immerdar
Ein letztes Teil liegt noch im Sand
Die Nacht, sie schweigt, wie’s immer war
Und fortgeschwemmt ward sein Gewand
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